{"id":1113,"date":"2026-03-27T10:29:58","date_gmt":"2026-03-27T09:29:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.agra-rundfunk.de\/wordpress\/?p=1113"},"modified":"2026-03-27T10:29:58","modified_gmt":"2026-03-27T09:29:58","slug":"ki-im-journalismus-mensch-ueber-maschine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.agra-rundfunk.de\/wordpress\/?p=1113","title":{"rendered":"KI im Journalismus: Mensch \u00fcber Maschine!"},"content":{"rendered":"<p>Der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk hat eine besondere Verantwortung, jegliche Fehler schaden seiner Glaubw\u00fcrdigkeit. Die Redaktionsaussch\u00fcsse von ARD, ZDF, Deutschlandradio und Deutsche Welle (AGRA) fordern deshalb, starke KI-Richtlinien im journalistischen Alltag zu verankern. Ziel muss es sein, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei ihrer Arbeit f\u00fcr den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk Orientierung und Sicherheit zu geben.<\/p>\n<p><strong>Glaubw\u00fcrdigkeit ist die W\u00e4hrung des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks<\/strong><\/p>\n<p>Daf\u00fcr braucht es intensive und regelm\u00e4\u00dfige Schulungen in allen journalistischen Bereichen. Auch ethische Fragen m\u00fcssen insgesamt viel st\u00e4rker in den Fokus ger\u00fcckt werden. Journalistische Sorgfaltspflicht muss \u00fcber allem stehen!<\/p>\n<p>\u201eGlaubw\u00fcrdigkeit ist die W\u00e4hrung des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks. Im redaktionellen Alltag muss der Mensch immer \u00fcber der Maschine stehen\u201c, sagt AGRA-Sprecher Hubert Krech bei der Fr\u00fchjahrstagung der Arbeitsgemeinschaft der Redaktionsaussch\u00fcsse beim Saarl\u00e4ndischen Rundfunk in Saarbr\u00fccken.<\/p>\n<p>Ein verantwortungsvoller und ethischer Umgang mit KI ist auch f\u00fcr den Intendanten des Saarl\u00e4ndischen Rundfunks Martin Grasm\u00fcck das oberste Gebot: \u201eJournalistische Glaubw\u00fcrdigkeit darf in keinem Fall gef\u00e4hrdet werden. Hier liegt die Grenze f\u00fcr den Einsatz von KI. Ich will keine Journalistinnen und Journalisten, die ihre eigene Kreativit\u00e4t links liegen lassen und sich nur noch an der KI bedienen. Das journalistische Handwerk wird auch in Zukunft gefragt bleiben.\u201c<\/p>\n<p>Generative K\u00fcnstliche Intelligenz h\u00e4lt immer mehr Einzug in den redaktionellen Alltag. Darin sieht die AGRA Chancen, aber auch Risiken. Dieses m\u00e4chtige Tool und die Technologie dahinter m\u00fcssen zwingend richtig verstanden und im journalistischen Alltag verantwortungsbewusst genutzt werden.<\/p>\n<p><strong>Schulungen und Ausbildung &#8211; aber auch ausreichend Redakteure!<\/strong><\/p>\n<p>Es braucht klar festgelegte Grenzen. Programmschaffende brauchen Sicherheit im Umgang mit generativer KI. Auszubildende und angehende Medienschaffende m\u00fcssen mit den n\u00f6tigen journalistischen Grundlagen ausgestattet werden. Die Abh\u00e4ngigkeit von US-Unternehmen oder chinesischen Tech-Firmen ist inakzeptabel, stattdessen brauchen wir digitale Souver\u00e4nit\u00e4t. Der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk muss die Chance nutzen, beim ethischen Einsatz von KI entscheidend voranzugehen. Daf\u00fcr braucht es ein klares Bekenntnis zur Entwicklung und Verwendung zertifizierter K\u00fcnstlicher Intelligenzen, unter Ber\u00fccksichtigung von EU-Richtlinien. Damit kann auch f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit ein echter Mehrwert geschaffen werden.<\/p>\n<p>ARD, ZDF, Deutschlandradio und Deutsche Welle haben bereits Transparenzkriterien und KI-Richtlinien erstellt, das begr\u00fc\u00dft die AGRA. Wir fordern dar\u00fcber hinaus, dass es klarere Regeln, \u00a0konkrete Ma\u00dfnahmen und Werkzeuge f\u00fcr alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt, um zum Beispiel KI-generiertes Material zu verifizieren. Neben Schulungen und einer fachbezogenen Ausbildung braucht es aber vor allem auch ausreichend Redakteurinnen und Redakteure.<\/p>\n<p>______________<\/p>\n<p>AGRA \u2013 Arbeitsgemeinschaft der \u00f6ffentlich-rechtlichen Redaktionsaussch\u00fcsse<\/p>\n<p>Sprecher*innen: Hubert Krech (ZDF), Alexandra Dietz (SWR), Gabriela Mirkovic (NDR)<\/p>\n<p>Kontakt: <a href=\"mailto:sprecher@agra-rundfunk.de\">sprecher@agra-rundfunk.de<\/a> \u2013 <a href=\"http:\/\/blog.agra-rundfunk.de\/\">http:\/\/blog.agra-rundfunk.de<\/a><\/p>\n<p>Die AGRA ist die Arbeitsgemeinschaft der \u00f6ffentlich-rechtlichen Redaktionsaussch\u00fcsse (ARD, ZDF, Deutschlandradio und Deutsche Welle). Die Redaktionsaussch\u00fcsse sind jeweils gew\u00e4hlte Vertreter der Redakteurinnen und Redakteure und setzen sich f\u00fcr die innere und \u00e4u\u00dfere Pressefreiheit ein. Die Redakteursmitwirkung im \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk wurde vom Bundesverfassungsgericht best\u00e4tigt und ist in mehreren Bundesl\u00e4ndern gesetzlich festgeschrieben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk hat eine besondere Verantwortung, jegliche Fehler schaden seiner Glaubw\u00fcrdigkeit. Die Redaktionsaussch\u00fcsse von ARD, ZDF, Deutschlandradio und Deutsche Welle (AGRA) fordern deshalb, starke KI-Richtlinien im journalistischen Alltag zu verankern. Ziel muss es sein, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei ihrer Arbeit f\u00fcr den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk Orientierung und Sicherheit zu geben. 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