{"id":351,"date":"2015-04-16T15:57:48","date_gmt":"2015-04-16T14:57:48","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.agra-rundfunk.de\/?p=351"},"modified":"2015-04-21T17:59:19","modified_gmt":"2015-04-21T16:59:19","slug":"das-maerchen-von-den-kostenlosen-privatsendern","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.agra-rundfunk.de\/wordpress\/?p=351","title":{"rendered":"Das M\u00e4rchen von den kostenlosen Privatsendern"},"content":{"rendered":"<h3>B\u00fcrger zahlen f\u00fcr privaten Rundfunk mehr als f\u00fcr \u00f6ffentlich-rechtliche Angebote<\/h3>\n<p>In diesem Monat ist der Rundfunkbeitrag von 17,98\u20ac auf 17,50\u20ac gesenkt worden. Die Haushaltsabgabe f\u00fcr die Programme von ARD\/ZDF und Deutschlandradio wird h\u00e4ufig als Zwangsgeb\u00fchr diffamiert. Dabei wird gerne der Eindruck erweckt, nur \u00f6ffentlich-rechtliche Programme w\u00fcrden die B\u00fcrger etwas kosten. Jeder Verbraucher finanziert kommerzielle Angebote in H\u00f6rfunk und Fernsehen; beim Autokauf, an der Supermarktkasse, in der Apotheke, bei der Abbuchung seiner Versicherungsbeitr\u00e4ge. Geld, das von der werbetreibenden Wirtschaft in Werbebudgets umgewandelt wird.<\/p>\n<p>Die Aufwendungen f\u00fcr Werbung in privaten Medien (TV, Radio und Online) in Deutschland betrugen im Jahr 2014 knapp 16 Milliarden Euro<sup class='footnote'><a href='#fn-351-1' id='fnref-351-1' onclick='return fdfootnote_show(351)'>1<\/a><\/sup>. Verbraucher finanzieren damit in erster Linie mittelbar private Medienunternehmen mit einem Betrag von mehr als 30 Euro pro Haushalt und Monat. Im Gegensatz hierzu ist der Rundfunkbeitrag in Deutschland von jetzt 17,50\u20ac deutlich g\u00fcnstiger, er ist zudem transparent und liegt im internationalen Vergleich im Mittelfeld.<\/p>\n<h3>Billig kann teuer zu stehen kommen<\/h3>\n<p><strong>\u00d6ffentlich-Rechtlichen Rundfunk st\u00e4rken<\/strong><\/p>\n<p>Weniger Geld, weniger Mitarbeiter und weniger Zeit f\u00fcr Recherche sind die Folgen von massiven Einsparungen und Strukturver\u00e4nderungen in den \u00f6ffentlich-rechtlichen Anstalten. Die \u00fcberwiegende Mehrheit der Mitarbeiter von ARD\/ZDF und Deutschlandradio beteiligt sich konstruktiv an Prozessen f\u00fcr mehr Effizienz und zur sinnvollen Kostenreduzierung. In vielen Bereichen bedeutet dies mittlerweile aber Einschnitte, die sp\u00fcrbar und h\u00f6rbar sind, kritisiert die Arbeitsgemeinschaft der \u00f6ffentlich-rechtlichen Redakteursaussch\u00fcsse (AGRA). Und die bei einer weiteren Beschneidung der Finanzmittel unweigerlich zu Qualit\u00e4tseinbu\u00dfen in den Programmen f\u00fchren werden, die nicht im Interesse der Beitragszahler liegen.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund fordern die Redakteursaussch\u00fcsse die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) auf, die Mehreinnahmen aus der Umstellung auf die Haushaltsabgabe zur St\u00e4rkung des \u00f6ffentlich-rechtlichen Programmangebotes zu verwenden. Keinesfalls darf die KEF eine weitere Senkung des Beitrages verlangen.<\/p>\n<h3>Wettbewerb steigert Qualit\u00e4t<\/h3>\n<p><strong>Chancen des dualen Rundfunksystems begreifen<\/strong><\/p>\n<p>Deutschland verf\u00fcgt mit einer F\u00fclle an hervorragenden Zeitungen und Zeitschriften sowie seinem dualen Rundfunksystem und der steuerfinanzierten Deutschen Welle \u00fcber eines der besten Mediensysteme der Welt. Hierf\u00fcr ist der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk mit seiner journalistischen Qualit\u00e4t, seinem kulturellen Beitrag, der hervorragenden Sportberichterstattung und seinen vielf\u00e4ltigen Unterhaltungsangeboten ein unverzichtbarer Bestandteil.<\/p>\n<p>Ein gesunder Wettbewerb zwischen privaten und \u00f6ffentlich-rechtlichen Anbietern tr\u00e4gt insgesamt zur Qualit\u00e4t deutscher Medien bei. Kampagnen gegen die \u00d6ffentlich-Rechtlichen, mit denen die medienpolitische Debatte in Deutschland befeuert wird, sind kurzsichtig. Medien in Deutschland, egal ob privatwirtschaftlich oder \u00f6ffentlich-rechtlich finanziert, sollten sich dringend ihren Herausforderungen der Zukunft stellen.<\/p>\n<div class='footnotes' id='footnotes-351'>\n<div class='footnotedivider'><\/div>\n<ol>\n<li id='fn-351-1'> Quelle: <a href=\"http:\/\/neuelinks.de\/BV\" title=\"Datenblatt \u00f6ffnen\" target=\"_blank\">The Nielsen Company (Germany) GmbH, M\u00e4rz 2015<\/a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-351-1'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>B\u00fcrger zahlen f\u00fcr privaten Rundfunk mehr als f\u00fcr \u00f6ffentlich-rechtliche Angebote In diesem Monat ist der Rundfunkbeitrag von 17,98\u20ac auf 17,50\u20ac gesenkt worden. Die Haushaltsabgabe f\u00fcr die Programme von ARD\/ZDF und Deutschlandradio wird h\u00e4ufig als Zwangsgeb\u00fchr diffamiert. 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