{"id":1003,"date":"2024-10-11T13:26:21","date_gmt":"2024-10-11T12:26:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agra-rundfunk.de\/wordpress\/?p=1003"},"modified":"2024-10-11T13:29:43","modified_gmt":"2024-10-11T12:29:43","slug":"die-nutzer-sind-die-verlierer-agra-kritisiert-plaene-der-rundfunkkommission","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.agra-rundfunk.de\/wordpress\/?p=1003","title":{"rendered":"\u201eDie Nutzer sind die Verlierer!\u201c &#8211; AGRA kritisiert Pl\u00e4ne der Rundfunkkommission"},"content":{"rendered":"<p>Das Online-Angebot der Tagesschau ist mit vielen Millionen Usern eines der meistgenutzten Nachrichten-Portale Deutschlands. Geht es nach der Rundfunkkommission, verlieren all diese Nutzer ihr gewohntes Angebot an aktuellen Themen, Breaking-News und tiefgr\u00fcndigen Recherchen. Dasselbe gilt f\u00fcr Webangebote und Apps der ARD-Anstalten, des ZDF und des Deutschlandradios. Dagegen protestiert die AGRA (Arbeitsgemeinschaft der \u00f6ffentlich-rechtlichen Redaktionsaussch\u00fcsse ARD, ZDF, Deutschlandradio und Deutsche Welle) aufs Sch\u00e4rfste.<\/p>\n<p>Das geplante \u201eVerbot der Presse\u00e4hnlichkeit\u201c, das von der Rundfunkkommission der L\u00e4nder zur Reform des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks vorgelegt wurde, geht an der Realit\u00e4t vorbei. Sollte der Vorschlag so umgesetzt werden, w\u00fcrden die Programmschaffenden k\u00fcnftig auch bei der Eil- und Warnberichterstattung maximal reglementiert. Verlierer sind in erster Linie die Nutzer unserer Angebote. Auch Inhalte aus den Regionalstudios oder Themen der k\u00fcrzlich eingerichteten Kompetenzcenter w\u00fcrden auf \u00f6ffentlich-rechtlichen Online-Angeboten nicht mehr stattfinden oder bis zur Unverst\u00e4ndlichkeit reduziert werden.<\/p>\n<p>Der Entwurf bedeutet laut AGRA-Sprecher Hubert Krech vor allem eines:<\/p>\n<p><em>\u201eDie \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender werden von der Zukunft abgeschnitten. Die geplante Reglementierung von Online-Texten ist wirklichkeitsfremd und de facto ein Kniefall der Politik vor den Zeitungsverlegern.\u201c <\/em><\/p>\n<p>Gerade bei aktuellen Nachrichtenlagen informieren sich die Menschen \u2013 vor allem junge \u2013 heutzutage meist online, um weitere Hintergrundinformationen zu bekommen. Auch die investigativen Formate von ARD und ZDF k\u00f6nnten exklusiv recherchierte Themen nicht mehr in der Tiefe vorab im Netz ver\u00f6ffentlichen, da nach Ansicht der Rundfunkkommission erst die Berichterstattung im H\u00f6rfunk oder Fernsehen erfolgen m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Wie sollen wir unserem Auftrag gerecht werden, Menschen auch online mit Informationen zu versorgen, wenn wir k\u00fcnftig auf eine lineare Ausstrahlung von Inhalten warten m\u00fcssen? Das ist alles andere als zeitgem\u00e4\u00df, sondern vielmehr ein R\u00fcckschritt. In einer Zeit von Fake News, Manipulation und Hetze im Netz und auf Social Media ist ein unabh\u00e4ngiges und seri\u00f6ses Angebot wichtiger denn je. Der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk muss sich dem digitalen Zeitalter weiterhin anpassen und entsprechende Angebote f\u00fcr seine Nutzer produzieren d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Im Auftrag steht, dass die \u00f6ffentlich-rechtlichen Anstalten innovativ, zielgruppengerechter und digitaler werden sollen, um \u201edie Bedarfe und konkreten Bed\u00fcrfnisse der Nutzer\u201c zu stillen. Deshalb ist der Vorschlag der Rundfunkkommission zur Presse\u00e4hnlichkeit ein Widerspruch in sich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hinweis: Die AGRA hat bei ihrer Herbsttagung in Frankfurt am 11.10.2024 eine Stellungnahme zum Diskussionsentwurf der Rundfunkkommission f\u00fcr einen \u201eStaatsvertrag zur Reform des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks\u201c bei der Rundfunkkommission eingereicht. Diese ist im anschlie\u00dfenden Blogeintrag &#8211; und als Download hier:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.agra-rundfunk.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/AGRA-Stellungnahme-Reform-Staatsvertrag.pdf\">AGRA: Stellungnahme zum Reformstaatsvertrag<\/a><\/p>\n<p>______________<\/p>\n<p>AGRA \u2013 Arbeitsgemeinschaft der \u00f6ffentlich-rechtlichen Redaktionsaussch\u00fcsse<\/p>\n<p>Sprecher*innen: Hubert Krech (ZDF), Gabi Probst (RBB), Alexandra Dietz (SWR))<\/p>\n<p>Kontakt: <a href=\"mailto:sprecher@agra-rundfunk.de\">sprecher@agra-rundfunk.de<\/a> &#8211; <a href=\"http:\/\/blog.agra-rundfunk.de\">http:\/\/blog.agra-rundfunk.de<\/a><\/p>\n<p>Die AGRA ist die Arbeitsgemeinschaft der \u00f6ffentlich-rechtlichen Redaktionsaussch\u00fcsse (ARD, ZDF, Deutschlandradio und Deutsche Welle). Die Redaktionsaussch\u00fcsse sind jeweils gew\u00e4hlte Vertreter der Redakteurinnen und Redakteure und setzen sich f\u00fcr die innere und \u00e4u\u00dfere Pressefreiheit ein. Die Redakteursmitwirkung im \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk wurde vom Bundesverfassungsgericht best\u00e4tigt und ist in mehreren Bundesl\u00e4ndern gesetzlich festgeschrieben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Online-Angebot der Tagesschau ist mit vielen Millionen Usern eines der meistgenutzten Nachrichten-Portale Deutschlands. Geht es nach der Rundfunkkommission, verlieren all diese Nutzer ihr gewohntes Angebot an aktuellen Themen, Breaking-News und tiefgr\u00fcndigen Recherchen. Dasselbe gilt f\u00fcr Webangebote und Apps der ARD-Anstalten, des ZDF und des Deutschlandradios. 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